Projekt: Feministische Philosophie im 20. Jahrhundert

Mitglieder des Kollektivs Rivolta Femminile, 1972 - Simone de Beauvoir, Le Deuxième Sexe, Manuskriptseite (S. 164- 165) - Women’s Strike for Equality March, New York City, 26. August 1970

Das Projekt liefert erstmalig für den deutschen Sprachraum die systematische Aufarbeitung der Feministischen Philosophie als einer historisch wie auch aktuell noch vernachlässigten Denktradition. Es handelt sich um ein Publikationsprojekt im Kontext der Neuauflage des „Grundriss der Geschichte der Philosophie“. 

Feministische Philosophie zeigt ihre Relevanz in der kritischen Auseinandersetzung mit Herrschaftsverhältnissen, Geschlechterasymmetrien und patriarchalen Symbolsystemen. Das Projekt macht die reiche Vielfalt feministischer Ansätze sichtbar und schließt zugleich systematische und historische Lücken im Kanon der Philosophie. Die Analyse und systematische Aufarbeitung verschiedener feministischer Strömungen liefert innovative Impulse für unterschiedliche Bereiche des Faches und des akademischen Systems insgesamt, die noch ungenutzte Potenziale zu einer gerechteren, pluraleren und diverseren Forschung freilegen können. Durch die Einbeziehung von intersektionalen Perspektiven sowie postkolonialen und queeren Ansätzen wird die globale Relevanz des feministischen Denkens für das 21. Jahrhundert unterstrichen.

 

Prof. Dr. Friederike Kuster, IGP

Dr. Hannah Wallenfels, IGP

Dr. Amelie Stuart, Universität Erfurt

Laetitia Franzke, SHK, BU Wuppertal