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Grundriss der Geschichte der Philosophie

Das Forschungs- und Editionsprojekt GRUNDRISS DER GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE ist unzertrennbar mit dem Namen seines ersten Bearbeiters und Autors verbunden. Friedrich Ueberweg (1826–1871), geboren in Leichlingen, in der Nähe des heutigen Wuppertal. Ueberweg erhielt vom Verleger Theodor Toeche-Mittler den Auftrag zur Abfassung eines Lehrbuchs der Geschichte der Philosophie. Das Resultat ist ein dreibändiges Werk zur Philosophiegeschichte, das Dokument der „gediegensten Gelehrtenarbeit“ (Otto Liebmann) seines Verfassers. Das Format GRUNDRISS ist nicht nur durch Ueberweg prominent besetzt und es erweist sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Markenkern der Institutionalisierung und Professionalisierung der Fachwissenschaft Philosophie in Forschung und Lehre wie auch als Form für intellektuelle Abenteuer.

Noch bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Philosophiegeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart in Forschung und Lehre als Ausweis erfolgreicher Ein-Mann-Unternehmungen aufgefasst. Im Jahr 1928 erschien die zwölfte Auflage in fünf Teilen bereits als Produkt der Arbeit mehrerer Personen, die auch erstmals die außereuropäische Philosophie in den Blick nimmt.

Der Grundidee einer über nationale und kontinentale Grenzen ausgreifenden Konzeption der Philosophiegeschichtsschreibung ist auf die seit dem Jahr 1983 im Schwabe Verlag (Basel) erscheinende, völlig überarbeitete Fassung des GRUNDRISS DER GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE, auch bekannt als der Neue Ueberweg, verpflichtet. Aber die Differenzen zur Vorläuferversion sind markant. So werden alle Epochen der Philosophiegeschichte und alle kulturellen Traditionen der Philosophie gleichwertig behandelt. Zudem ist die mikrohistorische Perspektive verfeinert, die Seitenwege und Täler treten neben den Hauptwegen und Höhenkämmen der Philosophiegeschichte hervor. Im Prinzip soll kein Detail der Philosophiegeschichte vernachlässigt werden.

Der GRUNDRISS berichtet, um es emphatisch auszudrücken, vom Leben der Philosophie in ihrer Geschichte. Theoretische Neugierde ist die Voraussetzung dafür, dass der Problemhorizont offengehalten wird. Es geht darum, Prozesse der Begriffs- und Systembildungen in ihrem Erfolg und Scheitern zu betrachten. Philosophische Denkansätze sollen rekonstruiert werden, auch wenn dies einen gewissen Anachronismus erfordert. Eine Episode der Philosophiegeschichte herauszuarbeiten und zur Darstellung zu bringen, der (bisher) jegliche Wirkungsgeschichte versagt geblieben ist, impliziert ein Ethos der Erkenntnis, das sich weigert, die jeweilige Gegenwart als Ziel der Geschichte aufzufassen und damit die Mediatisierung der Geschichte unterläuft.

Grundriss online

Die Reihen des Grundriss im einzelnen

Editionsplan (Stand: Oktober 2020)